Für mich ist Amateurfunk die Kommunikation zwischen Menschen. Fokus ist der menschliche Aspekt, nicht die Technik. Es ist wichtig, dass sich alle an die gemeinsame Etikette der Funkamateure halten.
Für mich ist es wichtig, dass der Amateurfunk erhalten bleibt. Die wichtigste Organisation, die sich dafür einsetzt, ist die IARU (International Amateur Radio Union), die von nationalen Vereinen gestützt wird. Deshalb sollte jeder Funkamateur unbedingt seinen nationalen Verein unterstützen, mindestens durch eine Mitgliedschaft. Denn die Arbeit kostet Geld, durch die Mitgliedsbeiträge wird die Clubarbeit finanziert, außerdem kann nur dadurch mit nationalen und internationalen Behörden und Institutionen zusammengearbeitet werden.
Noch besser ist es, wenn man nicht nur passives Mitglied ist, sondern sich engagiert. Sei aktiv, Aufgaben gibt es zur Genüge. Frage nicht, was der Club für Dich tun kann, frage was Du für den Club tun kannst.
1928 formulierte Paul M. Segal, W9EEA (SK) mit einigen wenigen prägnanten Sätzen Regeln, wie amerikanische Funkamateure mit ihrem Hobby und untereinander umgehen sollten. In meinen Augen sind diese Leitsätze auch heute noch eine gute Vorgabe für alle Funkamateure. Diese Sätze erweiterte der amerikansiche Amateurfunkclub ARRL im Jahr 1947 zu seinen noch heute gültigen Vereinsgrundsätzen. Ich war so frei, diese beiden Versionen der Amateurfunk-Etikette ins Deutsche zu übersetzen.
Aufbauend auf Pauls Leitsätzen formulierte die IARU ein eigenes Regelwerk, das im Kern nicht abweicht, aber wesentlich umfangreicher und anders strukturiert ist.